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Mittwoch, 31. Dezember 2008

Die Wallenbergs und Schweden

Die Wallenbergs sind Schwedens Rückgrat
Eine einzige Familie kontrolliert seit Jahrzehnten Schwedens Wirtschaft und hat mit Beteiligungen an multinationalen Konzernen ein Vermögen von fünf Milliarden Euro angesammelt: Die Wallenbergs.

„Wenn meine Verwandten und ich morgens aufstehen, haben wir den selben Grund zur Arbeit zu gehen wie jeder andere – wir müssen Geld verdienen“, sagt Jacob Wallenberg, die zentrale Figur des Familienclans. In diesem Satz liegt vermutlich ein Teil des Geheimnisses, wie eine einzige Familie etwa 40 Prozent der Marktkapitalisierung der schwedischen Industrie kontrollieren kann. Und wie die Wallenbergs an mehr als 140 Unternehmen weltweit Anteile halten können.... mehr dazu in die Nachrichten hier...

Dienstag, 30. Dezember 2008

Pfund zum Euro auf Tiefstand

Britische Währung verlor allein im Dezember 13 Prozent
Das britische Pfund ist auf seinen bisher tiefsten Stand gegenüber dem Euro gefallen. Es war am Montag nur noch 1,022 Euro wert, was fast einer Parität entsprach.
Lange Zeit hatte der Wert des Pfundes gegenüber dem 1999 eingeführten Euro noch 1,50 betragen, doch im Zuge der internationalen Finanzkrise verlor die britische Währung allein im Dezember 13 Prozent. Für den Rückgang am Montag wurde die Spekulation von Analysten verantwortlich gemacht, dass die Arbeitslosigkeit in Großbritannien 2009 steigen und die Immobilienpreise weiter fallen würden. (APA/AP)

Unternehmen: Schludrige Verhältnisse

Mehr Pleiten nicht nur wegen der Krise
Nicht an jeder Pleite ist die Krise Schuld, oft rächen sich Missstände in den Firmen.

Das Rechnungswesen wird vernachlässigt und bei den Daten geschludert.

"In vielen Betrieben, in die wir hineinkommen, herrscht ein entsetzliches Wirrwarr und ein entsetzlicher Mangel an Übersicht bei den Zahlen", sagte Siegfried Beck im Gespräch mit der Süddeutschen Zeitung. Beck ist Vorsitzender des Verbands der Insolvenzverwalter Deutschlands (VID) und Gründer und Inhaber einer Sozietät, die als Kanzlei Nummer eins in Bayern gilt. Die Buchhaltung sei "oft nicht in Ordnung, hinke Monate hinterher".... mehr in die Süddeutsche hier....

Montag, 29. Dezember 2008

Slowakei 2009 mit Euro

Die Slowakei zahlt künftig mit dem Euro
Die Slowakei tritt am 1. Januar der Europäischen Währungsunion bei.
Die Einheitswährung ersetzt dort die Krone. Die Slowakei ist inzwischen der 19. Staat, in der der Euro geprägt wird – und wird auf absehbare Zeit wohl der letzte bleiben. Ein Blick in die Geschichte hilft, die Motive auf den Münzen besser zu verstehen.... mehr dazu in dieWelt hier....

Wer nichts von Ökonomie weiß....

„Wer nichts von Ökonomie weiß, muss viel glauben“ und manche müssen beten

Wie viel Prozent der Deutschen verstehen die Finanzkrise zumindest in ihren Grundzügen? „Ich schätze 10 Prozent“, antwortet Hans Kaminski und fügt dann rasch hinzu: „Das ist schon hoch gegriffen.“ Das fehlende Wissen offenbare sich zum Beispiel in „dieser tumben Neoliberalismus-Debatte“. Ständig werde der Begriff wegen mangelnder wirtschaftshistorischer Kenntnisse falsch benutzt.
Verfügen wenigstens viele Politiker über ökonomischen Sachverstand? „Nein“, sagt Kaminski entschieden. „Nur.... mehr dazu in der FAZ hier.....

Sonntag, 28. Dezember 2008

Wenn schon Wandel, dann auch richtig!

Seit der Finanzkrise sind viele Tabus der europäischen Wirtschaftspolitik gebrochen worden.
Das ist auch eine Chance

Nichts wird so sein, wie es vorher war«, sagen viele, wenn sie über die Finanzkrise sprechen. Das stimmt, und es gilt auch für die Europäische Währungsunion. Denn diese Krise wirbelt die etablierte Art durcheinander, nach der bislang in Brüssel, Frankfurt und in den Hauptstädten Wirtschaftspolitik betrieben wurde.

Mit einem Mal sind Debatten im Gange, die noch vor einem Jahr völlig tabu waren.... mehr dazu in die Zeit hier...

Warum die Kriser schneller kommt?

Frühere Krisen kamen langsamer.
In den letzen 15 Jahren haben die Produktionsunternehmen, allen voran die Automobilindustrie , stark auf "Supply-Chain-Management" mit "just-in-time" Warenanlieferung gesetzt. Das hat zur Folge dass jeder Produktionsrückgang, durch die nicht vorhandenen Zwischenläger sofort auf die Vorlieferantenkette durchschlägt.
Früher gab es auf mehreren Ebenen Zwischenläger die angefüllt wurden- heute läuft das anders.

Die Globale Vernetzung über Internet macht es möglich nahezu online am Zeitgeschehen weltweit teilzunehmen und unverzüglich Entscheidungen zu treffen. Das spart einerseits Kosten im Einzelunternehmen, aber der Auffangsfaktor der betrieblichen Vernetzung - quasi ein Versicherungpool - fällt damit großteils weg und der volkswirtschaftliche Schaden wird größer und trifft den einzelnen dennoch über Steuern, sinkende Einkommen, Inflation usw. wieder.

Aktuell wird aus Japan im Nov 08 ein drastischer Produktions-Einbruch berichtet. Das sind die Vorboten die über Korea und Taiwan, die bereits in einer ähnlichen Lage wie Japan sein müßten, bald auf Europa durchschlagen werden. Vom 7 Jänner bis Ostern schlägt in Europa die Stunde der Wahrheit.

Samstag, 27. Dezember 2008

Banken kürzen Fremdwährungskredite

Warum machen das Banken?
Sie wollen die Bankkunden vor dem Ruin schützen, sagen die einen, weil die Fremdwährungen wie CHF und Yen sind weiter von Aufwertung bedroht und somit muss der Kreditnehmer in Fremdwährung mit einer höheren aushaftenden Schuldenbetrag in EUR umgerechnet rechnen. Grundsätzlich kann das eintreten, aber schauen wir uns einmal an warum diese "Währungsverwerfung" im CHF passiert ist.

Die Schweiz bezieht ihr Vermögen aus drei Säulen.
Erstens aus den Beteiligungserträgen der Weltkonzerne von ausserhalb der Schweiz, wie, Nestle, Roche, Novartis, Xstrata, UBS (früher), usw.
Zweitens aus den Bankdienstleistungen der Vermögensverwaltung im Inland und
Drittens ist die Schweiz ein stark exportorientiertes Alpenland.
Die Beteiligungserträge werden die nächsten Jahre erheblich sinken, ebenso die Dienstleistungseinkommen, der Bankangestellten zumal Schweizer Banken allen voran die UBS kräftig Personal abbauen.
Je stärker der CHF desto schwerer hat es die Exportindustrie und desto mehr wird der Tourismus belastet.

Die Schweiz besitzt neben Luxenburg und Norwegen eine sehr hohes Kaufkraftniveau in Europa.
Langfristig gleichen sich diese unterschiedlichen Niveaus (ähnlich wie bei der Temperatur) aus und da wird in der Schweiz "abgebaut" werden müssen.
Um diesen Prozess möglichst sanft zu vollziehen darf die Schweiz keine starke Währung haben, denn diese würde diesen Anpassungsprozess beschleunigen.
Deshalb wird versucht werden langfristig den CHF an den Haupthandelspartner EUR anzupassen, eventuell etwas leichter.
Der Zinsvorteil ergibt sich aus dem Überangebot an Liquidität aus "Fluchtgeld" (Sicherer Hafen- Geld).

Deswegen wird mittel bis langfristig sich der CHF wieder auf ein tendenziell leicht abwertenden Pfad begeben sowie dies bis 2008 war und irgendwann wird der CHF zugunsten des EUR aufgegeben werden. Das wollen die Schweizer Nachbarn nicht hören, aber es könnte schneller kommen als so mancher Kantönli-Geist es möchte - siehe Island noch vor zwei Jahren kam kein Isländer auf die Idee dem Euoland beizutreten, im Gegensatz zu heute.

Das ist die Erklärung warum ein Umwechslung von CHF in EUR bei langlaufenden Hypothekar-Krediten nicht sinnvoll ist.
Schlimm wird es wenn eine zwangsweise Umwandlungen durch Banken veranlasst wird, denn damit könnten die Interessen der Kunden enorm geschädigt werden, im krassen Gegensatz zu den Banken.

Wieso das denn?
Ein Häuselbauer mit guter Bonität hat vor 1,5 Jahren noch eine CHF-Kredit mit 1,0% Aufschlag bekommen und er würde aktuell deswegen (Leitzins=0,5%) 1,5% Zinsen zahlen, toll nicht wahr, wenn er den CHF-Kredit noch hätte. In der EU haben wir einen Leitzins von 2,5% und es gibt kaum jemanden der für einen Hypothekarkredit weniger als 5,5% eher bis zu 6,5% bezahlt. Das würde aktuell für die Bank eine Spanne von ca 3,5% bedeuten also 3 mal soviel wie beim CHF Kredit.
Also hier sollte es bereits klingen, warum gerade jetzt eine Zwangskonvertierung zum Schutz des Kreditkunden für die Bank so wichtig - bzw. interessant ist.

Der Sachverhalt ist beim Yen ähnlich nur sind die volkswirtschaftlichen Gegebenheiten anders gelagert, das Ergebnis wird aber auch beim Yen ein zukünftige Schwächung sein.

Es könnte auch interessant sein sich USD-Kredit (so man eine solchen bekäme) aufzunehmen, denn die USD Entwicklung wird mittelfristig auch einen veritablen Wertverlust bringen siehe hier....

Und im Übrigen sollte man sich immer wieder hinterfragen Banken braucht man - wirklich?

Zehn Jahre Euro

Per saldo eine Erfolgsgeschichte
Respektierte und glaubwürdige Europäische Zentralbank
Am 1. Januar 1999 erfolgte in elf Mitgliedstaaten der EU die Währungsumstellung auf den Euro. Der Autor des folgenden Beitrags zieht Bilanz. Er skizziert, inwieweit sich die Erwartungen, die mit der Einführung des Euro vor zehn Jahren verbunden waren, erfüllt haben.





Am 1. Januar 2009 sind es zehn Jahre her, seit die Europäische Wirtschafts- und Währungsunion (WWU) aus der Taufe gehoben wurde. Elf europäische Länder gaben ihre nationalen Währungen auf, darunter Deutschland die geliebte D-Mark, und führten gemeinsam eine neue europäische Währung ein, den Euro. Inzwischen gehören dem Euro-Raum 15 Länder mit einer Bevölkerung von über 300 Mio. Menschen an. Weitere warten darauf, dem Klub..... mehr dazu in NZZ hier....
----------Wer soll das besser beschreiben als eine Zeitung aus einem Land das vom Euro "umzingelt" ist!

Evangelium des Reichtums

Kirche kritisiert Kapitalismus
Der moderne Kapitalismus ist eine säkularisierte Heilslehre, deren höhere Mächte "freier Markt" und "Gewinnmaximierung" heißen.
Die Kirchen wettern gegen die Anbetung dieser Mächte - so schadenfroh wie mit schlechtem Gewissen.
Ein Kommentar von Heribert Prantl
"Noch einmal sei daran erinnert, dass die Wirtschaft im Dienst des Menschen steht": Man kann nicht sagen, dass solche Mahnungen ganz neu sind. Dieser Eingangssatz, der soeben in zahlreichen Variationen Thema war, ist vierzig Jahre alt und stammt von Papst Paul VI., aus seiner Enzyklika über den Fortschritt der Völker. Aber die Kritik der Kirchen ist schon lange nicht mehr so konzentriert.... mehr dazu in die Süddeutsche hier...

Dienstag, 23. Dezember 2008

Vertrauen ist wie Luft

...ein rasend flüchtiges Gut
Vertrauen in der Krise

Man kann es nicht kaufen, es ist nicht zu ersetzen: Ohne Vertrauen geht gar nichts. Seit dem Zusammenbruch großer Banken herrscht jedoch vor allem eines - Misstrauen.

Es ist dies ein überaus seltsames Gut. Kaufen kann man es nirgendwo. Aber eine Redewendung lautet, dass man es geschenkt bekommen kann. Fast alle Menschen besitzen es; aber, ohne es zu merken. Dass es da war, registrieren sie erst, wenn sie es einmal verloren haben. Und es handelt sich möglicherweise um die einzige Ressource auf der Welt, die sich durch ihren Gebrauch vermehrt - und durch Nicht-Gebrauch reduziert.Ohne Vertrauen geht gar nichts. Annette Baier, die neuseeländische Moralphilosophin, die die längste Zeit.... mehr dazu in die Südeutsche hier...

EU: diverse Konjunkturprogramme

Die Konjunkturprogramme großer EU-Staaten
Im Folgenden ein Überblick über die Pläne der wirtschaftlich stärksten EU-Länder.

Deutschland
Die Bundesregierung hat ein Konjunkturpaket von 31 Mrd. Euro geschnürt. Um den Automarkt anzukurbeln, sollen Neuwagenkäufer ..........mehr dazu hier...

Großbritannien
London setzt auf eine zeitweise Senkung der Mehrwertsteuer, um den Konsum anzukurbeln. Ab Dezember bis Ende kommenden Jahres sinkt der Satz ....... mehr dazu hier...

Frankreich
Präsident Nicolas Sarkozy stellte am Donnerstag ein 26 Mrd. Euro schweres Konjunkturprogramm vor, das .......mehr dazu hier...

Italien
Die Regierung von Silvio Berlusconi stellte ein Krisenpaket vor, das ...........mehr dazu hier...

Spanien
Der spanische Staat will der lahmenden Wirtschaft mit 11 Mrd. Euro auf die Beine helfen. Der Löwenanteil von 8 Mrd. Euro ist für .......mehr dazu hier...

Sonntag, 21. Dezember 2008

Ukrainische Hryvna vorerst gerrettet

Fortsetzung von hier...

Ukraine rettet die Hryvna vor dem totalen Kollaps
Unglaubliche 22 Prozent gibt es vom ukrainischen Staat auf die Staatsanleihen.
Ob das dem IWF gefallen wird, ist fraglich. Das US-Autopaket hilft aber auch den Ost-Ölkonzernen. Präsident Viktor Juschtschenko gibt der Notenbank die Richtung vor: Die Währung muss rasch stabilisiert werden Banken wie Raiffeisen International und OTP können aufatmen: Der totale Kollaps der ukrainischen Währung wurde abgewendet. Die Notenbank in Kiew erhöhte in zwei Tagen zwei Mal die Leitzinsen. Während die erste Erhöhung von 17 auf 18 Prozent noch keinen internationalen Investor hinter dem Ofen hervorlocken konnte, war der zweite Schritt........ mehr dazu im Wirtschaftsblatt hier....
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Die bisherigen ausl. Schuldner der ukrainischen Währung haben schon seit Mitte des Jahres fast 80 Prozent ihres Wertes verloren, damit die Ukraine nicht ganz untergeht muss neues Geld ran. Das sind 22% Zinsen ja toll, bloss wieviel bleibt da nach Währungsverlust übrig?

Der Grund:
extremer Nachfragerückgang (-60%) am Hauptexportprodukt der Landes "Stahl"

Freitag, 19. Dezember 2008

Ukraine wertet massiv ab

Dei ukrainische Währung befindet sich nämlich im freien Fall.
Der Euro wertete gegenüber der Hryvna seit August zum Donnerstag-Hoch schon um über 112 Prozent auf, gegenüber dem US-Dollar sieht die Bilanz der ukrainischen Währung ähnlich fatal aus. Beschleunigt hat sich die Wertveränderung seit Mittwoch. Intraday lag der Zweitageskursgewinn des Euro am Donnerstag bei 30 (!) Prozent - erst am Nachmittag setzte die Hryvna zu einer deutlichen Gegenbewegung an. Sollte der Kursrutsch weitergehen, wovon Währungsexperten überzeugt sind, dann stehen laut dem Büro von Präsident Wiktor Juschtschenko 60 Prozent der Kredite in der Ukraine auf der Kippe.
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Damit kann sich das hochverschuldete Land über weite Teile im Ausland mit harter Währung entschulden.

Einlagensicherung europaweit

Einlagensicherung steigt europaweit auf 50.000 Euro

Sparkonten müssen ab kommenden Sommer europaweit bis zu einem Betrag von 50.000 Euro gegen Bankpleiten abgesichert werden

Brüssel - Sparkonten müssen ab kommenden Sommer europaweit bis zu einem Betrag von 50.000 Euro gegen Bankpleiten abgesichert werden. Das EU-Parlament verabschiedete am Donnerstag in Straßburg eine Erhöhung der gesetzlichen Mindestgarantie von derzeit 20.000 Euro auf 50.000 Euro, die bis 30. Juni 2009... mehr dazu hier....

Donnerstag, 18. Dezember 2008

UK: Budget deficit lurches..

Budget deficit lurches to record high
The government's budget deficit lurched to a record high in November, showing the public finances were in deep trouble even before the tax cuts announced by Alistair Darling at the end of last month.
The Office for National Statistics said that public sector net borrowing rose to £16bn in November, a much worse number than City pundits had expected and the worst since monthly records began in 1993.
The number was also £5bn worse than the same month last year... more details in the Guardian here...

Mittwoch, 17. Dezember 2008

Schwedische Bankenkrise 91

Schwedische Bankenkrise 1991-93 -Vergessene Lehren
Die Bundesregierung hat in ihrem aktuellen Umgang mit der Finanzkrise offensichtlich Lehren aus der schwedischen Bankenkrise Anfang der 90er-Jahre ignoriert.
"Senkt die Gebühren", fordert der damals in Schweden Verantwortliche von Deutschland. In Zeiten, in denen die Politik sich um die Kreditvergabe Sorgen macht, ist es paradox, dass die staatlichen Hilfen und Garantien für die Banken mit Absicht teurer gemacht werden", sagte der damals verantwortliche Finanzminister......... mehr dazu in FTD hier...

EU verabschiedet Klimapaket

Weniger Emissionen, mehr regenerative Energien und Geld für veraltete Kraftwerke in Osteuropa:
Eine große Mehrheit stimmte für den Kompromiss.

Das EU-Parlament hat dem Klimaziel der EU über die Senkung der Treibhausgase zugestimmt. Eine überwältigende Mehrheit der Parlamentarier stimmte in Straßburg für den Kompromiss, der auf dem EU-Gipfel in der vergangenen Woche ausgehandelt worden war. Das Ziel einer Verminderung der Treibhausgas-Emissionen um 20 Prozent bis 2020.... mehr dazu in Süddeutsche hier....

Dienstag, 16. Dezember 2008

Gepflegter Selbstbetrug

Glauben Sie nicht alles, was in einer Bankbilanz steht – die Kreativen sind am Werk.

"Sie müssen nicht alles glauben, was in der Zeitung steht", hat der Aufsichtsratschef eines großen heimischen Bankkonzerns (und, ganz nebenbei, Chef einer großen Mediengruppe) vorige Woche zum Thema Finanzkrise gesagt. Kann sein, dass er damit manchmal nicht ganz unrecht hat.... mehr dazu in die Presse hier...

Montag, 15. Dezember 2008

Schmerzhafte Veränderungen

VW-Chef Martin Winterkorn über die Krise der Autobranche, umstrittene Staatshilfen und die Zukunft des Batterie-Autos.
Seit fast zwei Jahren steht Martin Winterkorn, 61, an der Spitze des Volkswagen-Konzerns. Derzeit kämpft die Automobilbranche mit einer der schlimmsten Krisen ihrer Geschichte. Auch bei VW ist der Absatz im November eingebrochen. Winterkorn rechnet mit weiteren Rückgängen, sieht den Konzern aber gut gerüstet.

SZ: Herr Winterkorn, GM steht vor der Insolvenz, Daimler und BMW beantragen Kurzarbeit, Fiat braucht einen starken Partner. Wie schlimm ist die Lage bei VW?

Winterkorn: Auch bei uns ist die Lage derzeit nicht erfreulich,.... mehr dazu in Süddeutsche hier....

Samstag, 13. Dezember 2008

Bank sein ist nicht unanständig

Bank spielen schon
Banken sind letztendlich immer "treuhändische Verwalter fremden Geldes", welches diese von Anlegern zum Veranlagen in unterschiedlichsten Formen "bei der Bank ihres Vertrauens" erhalten.
Diese verleiht genau dieses Geld an Andere, um deren Vorhaben (Investitionen aller Art, Auftragsabwicklung) zu finanzieren, wobei auch hier der Vertrauensmaßstab gilt, das der Ausleiher den geschuldeten Betrag rechtzeitig und vollständig zurückbezahlt.
Die Geldgeber haben ein Recht darauf, dass mit ihrem Vermögen sorgsam umgegangen wird.
Ähnlich verhält es sich auch bei Geldgebern von Firmen (Aktionären), die genauso erwarten, das die Geschäftsführung (Vorstand) sorgsam mit den geliehenen Kapital umgeht.

In den letzten Jahren ist von vertrauensvollem Umgang mit fremdem Geld(kapital) wenig zu bemerken im Gegenteil. Man bekommt den Eindruck, dass steigendes gesellschaftliches Ansehen einher geht mit waghalsigen und unverantwortlicher Geschäftsgebarung.

Viele Banken tun genau ihr Kerngeschäft NICHT, sondern spielen hier fleißig in einem anderen Segment mit, insbesonders
1. die Passivtäter, nicht verstehen was sie tun - indem sie in Veranlagungen einsteigen, von denen sie nicht wirklich wissen wie diese funktionieren ( es ist ja wirklich eine Schande zuzugeben, man versteht nicht wie CDO, ABS usw. funktionieren)
2. die Aktivtäter, weil sie genau wissen was sie tun, indem sie mit Verlaub:" aus Sch.... Gold machen" und dieses Goldstück dann mit viel Zauber zum Kauf anbieten.

Banken brauchen sich nicht wundern, wenn sie Ihren Kredit (Vertrauen) verloren haben.
Wozu brauchen wir Banken wirklich? Diese Frage drängt sich zunehmend auf. Einige Bereiche sind vorstellbar, bei anderen gibts bald mehr Mitbewerber mit anderen Geschäftsmodellen, siehe auch hier.....

Pound hits new low against euro

The pound dropped to a new record low against the euro today after a fresh bout of turbulence on the foreign exchanges prompted by the collapse of a bail-out plan for US car makers, a fresh setback in the global trade talks and fears of deepening global recession.

At the end of a week of relentless selling, fears that the UK would be one of the countries worst affected by the downturn pushed sterling to €1.1131 against the single currency by the close of business in London.... more details in the Guardian here....

Ein Kontinent in Schockstarre

Europa: Wirtschaftskraft bricht ein
Finstere Aussichten: Europa ächzt unter dem drastischen Konjunkturabschwung - und im kommenden Jahr soll sich die Lage sogar noch zuspitzen.
Angst und Sorge macht sich breit. Nicht nur Deutschland ist von dem Konjunktureinbruch massiv belastet, auch in anderen europäischen Ländern ist die wirtschaftliche Lage beängstigend. Besonders schlimm trifft es Irland. Der Inselstaat steht vor der schärfsten Rezession seit rund 60 Jahren. Das Finanzministerium bestätigte, dass die Wirtschaft des Landes 2009 zwischen drei und vier Prozent schrumpfen dürfte. Damit schraubte Finanzminister Brian Lenihan seine Einschätzung deutlich zurück. Im Oktober hatte er nur einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 0,75 Prozent vorhergesagt. "Wir haben in Irland noch nie ein Schrumpfen von vier Prozent gehabt", sagte Dermot O’Leary, Chefvolkswirt bei Goodbody Stockbrokers..... mehr dazu in Süddeutsche hier....

Zahlen, die Angst machen: In zahlreichen Ländern geben die wirtschaftlichen Daten Grund zur Sorge.

Freitag, 12. Dezember 2008

Spaniens Bauriesen am Ende

Das Spiel ist aus für die spanischen Baulöwen:
Eine Milliarden-Pleite jagt die nächste. Der Niedergang auf dem Immobilienmarkt ist nicht mehr aufzuhalten. Die angeschlagenen Banken können die Baukonzernen nicht mehr beispringen. Nur eine staatliche Auffanggesellschaft könnte die Rettung bringen.
Kaum eine Woche vergeht, ohne dass eine spanische Immobilienfirma Gläubigerschutz beantragen muss. Vor wenigen Tagen erst erklärte sich die katalanische Habitat, Spaniens fünftgrößter Immobilienentwickler, zahlungsunfähig. Habitat-Chef Bruno Figueras räumte ein, dass man den Schuldenberg in Höhe von 2,3 Milliarden Euro nicht mehr bedienen könne.... mehr dazu in die Welt hier....

einig über europäisches Konjunkturpaket

EU-Chefs praktisch einig über europäisches Konjunkturpaket
Die EU-Staats- und Regierungschefs haben sich bei ihrem Gipfeltreffen am Donnerstag in Brüssel im Grundsatz auf ein EU-Konjunkturpaket gegen die Wirtschaftsflaute geeinigt.
EU einig über Konjukturpaket. Foto: ReutersNach Angaben von Bundeskanzler Werner Faymann (S) wird das Paket wie geplant in der Größenordnung von 1,5 Prozent der Wirtschaftsleistung der EU oder rund 200 Mrd. Euro sein. Den Kompromisstext wird die französische Präsidentschaft am Freitag vorgelegen...mehr dazu hier....

Mittwoch, 10. Dezember 2008

Kaufkraft in Europa

Rettungspakete bessern Stimmung

Rettungspakete bessern die Stimmung auf
Die angekündigten staatlichen Hilfsmaßnahmen nähren die Hoffnung, dass die wirtschaftliche Talsohle in Deutschland womöglich schon erreicht ist.
Mehr zum Thema Konjunkturprogramme Steinbrück stänkert gegen Sarkozy Konjunktur "Wir wollen nicht auf Staatskosten den Wald fegen"
Konjunktur Experten schreiben das Jahr 2009 komplett ab

Das vom Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) ermittelte Stimmungsbarometer für die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland liegt im Dezember bei minus 45,2 Punkten - im Vergleich zum Vormonat ein Plus von 8,3 Punkten. Damit ist der Indikator, der die Erwartungen der Analysten für die Zukunft bemisst, erneut gestiegen.

Bereits im November gab es einen leichten Aufwärtstrend. Allerdings liegt der ZEW-Index immer noch weit unter dem historischen Mittelwert von plus 26,8 Punkten.

Die leichte Verbesserung signalisiere, dass sich die Sorgen über eine weitere Verschärfung der Rezession von Mitte 2009 an in Grenzen halte, hieß es vom ZEW am Dienstag..... mehr dazu in Süddeutsche hier...

Fiat sucht europäischen Partner

Der Vorstandsvorsitzende von Fiat, Sergio Marchionne, sagt drastische Veränderungen im weltweiten Automarkt voraus.
Die gegenwärtige Krise werde Zusammenschlüsse in der Branche notwendig machen. Laut der Tageszeitung "La Repubblica" könnte Fiat eine Partnerschaft mit einem europäischen Autobauer wie Renault oder PSA eingehen. Die Allianz könnte innerhalb der nächsten zwei Jahre besiegelt werden.
apa rom

Laut Marchionne wird es in zwei Jahren nur noch sechs Autogruppen geben, eine amerikanische, eine deutsche, eine weitere europäische, eine chinesische, eine japanische und eine euro-japanische-amerikanische. Darüber hinaus werde die Produktion der einzelnen Bestandteile ähnlich wie bei Computern weltweit auf verschiedene Zulieferer aufgeteilt werden. Chancen für die Zukunft hätten nur Produzenten, die jährlich mindestens 5,5 Mio. Fahrzeuge herstellen. Fiat gehöre nicht dazu und es sei deshalb ein Zusammenschluss mit anderen Herstellern unabdingbar.

„Ich arbeite daran, dass die Fiat Automobilgruppe auf der sicheren Seite ist, denn sie hat gute Marken und ein gutes Management“, so Marchionne. Auch die Beratungsfirma Roland Berger hält eine Fusion Fiats mit einem Produzenten der Premium-Klasse für sinnvoll. Quelle: © SN/SW



Dienstag, 9. Dezember 2008

Alitalia + Air France-KLM


Alitalia steht vor Allianz mit Air France-KLM

Die Allianz zwischen der neuen Alitalia und Air France-KLM rückt näher. Die Franzosen wollen laut italienischen Medienberichten 250 Mio. Euro für ein 20-prozentiges Aktienpaket an der neuen Alitalia ausgeben, die im Jänner nach der Fusion mit der privaten italienischen Fluggesellschaft Air One starten soll. Air France-KLM soll auch zwei Posten im Alitalia-Aufsichtsrat erhalten.
apa rom

Das entscheidende Treffen zum Abschluss der Allianz ist am morgigen Mittwoch geplant. Die Führung der italienischen Investorengruppe CAI, die die Alitalia übernimmt, wird die Spitzenmanager von Air France-KLM treffen. Die CAI will bis zum Ende des Jahres eine Entscheidung über seinen ausländischen Partner bekannt geben. Noch im Rennen für eine Allianz mit der Alitalia ist die Gruppe Lufthansa, der jedoch weniger Chancen eingeräumt werden. mehr dazu hier.....

Banken braucht man - wirklich?

Wozu brauchen wir Banken? für...
1. Geld(Zahlungs-)verkehr:
Banken als "Geldlogistiker", diese Funktion ist ok , wird zunehmend mehr von virtuellen Banken (keine Filialen - nur über Internet) übernommen, die dann eigentlich nur mehr "Clearingstellen" sind.
2. Beratung von Geldgeschäften:
diese Kompetenz ist im abnehmen, einerseits ist in weiten Kreisen der Bevölkerung bekannt (auch Internet ist nützlich) "wie was geht" und andererseits haben Bankberater bei Veranlagungstipps viele Fehler mit viel Schaden bei Kunden angelegt. (Stichwort: Anlageverluste aussitzen)
3. Devisenlogistik:
wer in Europa auf Urlaub fährt, braucht nur mehr selten Fremdwährungen, nachteilig sind die kurzen Banköffnungszeiten für Devisenwechselgeschäfte für Touristen und meistens sind Devisen in Zieländern günstiger zu erwerben, solange man diese nicht mit Kreditkarten bar behebt.
4. Veranlagung von Vermögen:
bei einfachen, reinen Geldveranlagungen (Sparkonten anstatt Sparbuch) sind die Direktbanken vom Preis-Leistungsverhältnis zu bevorzugen, ausser jemand braucht den "Protz" von aufwendigen Bankfilialen fürs eigene Wohlbefinden
5. Ausleihungen-Kredite:
Basel II und die Finanzkrise machen es den Bankkunden nicht leicht, mittels Krediten Investitionsvorhaben privat: Wohnung-Haus oder geschäftlich zu finanzieren. Die Zurückhaltung wird vehement, bestritten, nur diese passiert trotzdem.
6. im internationalen Verbund:
der sogenannte Interbanken Geldhandel ist stark eingebrochen
7. Investment - Merger&Acqusition:
naja, da haben sich in letzter Zeit die Spezialbanken nicht mit Ruhm bekleckert, in New York haben von den Big 5 nur 2 überlebt und die haben den Status Investmentbank zurückgelegt. Viele Investmentabteilungen in den verschiedensten Bankhäusern weltweit haben ihre Stammhäuser nahe an den Ruin gebracht, zumindest unvollstellbare Mengen an Eigenkapital vernichtet.
M&A kostet zw. 5-6% des erworbenen Objekts. Dabei sind nicht gerechnet die Folgekosten aus Restrukturierung usw.
8. Besonderheiten
Das Bankjahr hat nur 360 Tage (für Zinsenberechnung), das kam als EDV Anlage der 60iger Jahre noch keinen Kalender kannten und man der Einfachheit halber mit 12x30 Tage das Jahr berechnete. Heute kann jeder der 5 mio in Österreich eingesetzten PC Zinsen mit 365 Tagen inkl. Schaltjahr Zinsen berechnen, aus die bei den Bankinstituten.
In Zeiten des Internets und der globalen Vernetzung dauert eine Banküberweisung innerhalb von Österreich zwischen 1 bis 3 Tage, je nachdem wieviel Bankinstitute dazwische einen "Respirotag einhalten müssen".
Die "kundenfreundliche Aktion" kann leider nicht abgeschafft werden- so die Banken, denn dann würden die Banken nicht kostenloses Geld zur Verfügung haben.
Ach ja die Wertpapierdepotgebühr (0,1-1%)macht damals noch einen Sinn als Wertpapiere körperlich im Banktresor verwahrt wurden. Heute ist das nicht der Fall, dennoch wird eine Depotgebühr eingehoben.
Bei Internet(direkt)banken gibt es in den meisten Fällen keine Depotgebühr, weil die so wie dei anderen Banken auch keine Tresorverwahrung haben. Ist doch logisch, oder.

Zusammenfassung:
Der Sinn und Zweck der Universalbank ist aktuell vom Markt her im Umbruch. Viele Banker haben das noch nicht bemerkt.

Freitag, 5. Dezember 2008

Experten schreiben das Jahr 2009 ab

Die Republik in Rezessionsstimmung:
Die Bundesbank malt für das kommende Jahr schwarz und erwartet erst 2010 wieder eine leicht anziehende Konjunktur.
2009 werde ein Jahr schlechter Nachrichten, sagte noch vor kurzem Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Frühestens Ende kommenden Jahres könne es wieder bergauf gehen. Die Bundesbank geht nun noch einen Schritt weiter. Sie schreibt das kommende Jahr wegen der Finanz- und Wirtschaftskrise komplett ab und reduzierte ihre Wachstumsprognose von bisher 2,3 Prozent auf 1,6 Prozent drastisch."Im Winterhalbjahr 2008/2009 ist mit einem erheblichen Rückgang der realwirtschaftlichen Aktivität zu rechnen",... mehr dazu in die Süddeutsche hier...

EU spendet für Brennerbasis-Tunnel

900 Millionen Euro macht die Europäische Union für den Bau des Tunnels locker.
Der Tunnelbau soll 2010 beginnen.
Die EU hat Finanzierungen im Wert von 900 Millionen Euro für den Bau des Brennerbasistunnels locker gemacht. Dies berichtete EU-Verkehrsminister Antonio Tajani bei einer Konferenz über europäische Verkehrsnetze am Freitag in Verona. Laut Tajani sei der Brennerbasistunnel nicht nur zur Besserung der Verkehrswege zwischen Süd- und Nordtirol, zwischen Italien und Österreich, wichtig. "Dieses Großprojekt wird auf beträchtliche Weise zur Reduzierung der Umweltbelastung beitragen", sagte Tajani.
Die Projektkosten für den Bau des Brennerbasistunnels werden.... mehr dazu hier....

Italien eventuell im Bankrott?

Minister: Italien könnte "in Bankrott schlittern"
Italiens Arbeitsminister Maurizio Sacconi zeigte sich dieser Tage in einem TV-Interview pessimistisch hinsichtlich der Aussichten im Stiefelstaat "
Italien könnte dasselbe Schicksal wie Argentinien erleiden. Und nicht nur in eine Rezession, sondern in den Bankrott schlittern." Diese These sei zwar nicht wahrscheinlich, aber auch nicht auszuschließen, sagte Italiens Arbeitsminister Maurizio Sacconi dieser Tage in einem TV-Interview. mehr dazu im Standard hier...

F: 26 mia Konjunkturpaket

Sarkozy unveils €26bn stimulus package

Nicolas Sarkozy on Thursday unveiled an “ambitious, audacious, imaginative” plan that the French president hopes will stimulate the country’s faltering economy. Measures include support for construction and small businesses. Mr Sarkozy said the €26bn ($33bn, £22.5bn) package would “make a massive effort on investment” rather than boost consumption. However, economists said the short-term impact on growth would be limited.
more details in Finacial Times here...

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Die Wirtschaft in der Euro-Zone schrumpfte laut Eurostat zwei Quartale in Folge -
Frankreichs Präsident Sarkozy präsentiert heute ein bis zu 28 Milliarden Euro schweres Konjunkturpaket
mehr dazu hier im Standard....

Zinssenkungen überall

So deutlich wie nie zuvor sind die Notenbanker weltweit mit den Leitzinsen nach unten gefahren, um Unternehmen und Haushalte zu Investitionen und Konsum anzuregen

Mit dem bisher größten Zinsschritt in ihrer Geschichte hat die Europäische Zentralbank am Donnerstag auf den Konjunktureinbruch und die sinkenden Inflationsdaten reagiert. Ob die Rücknahme des Leitzinssatzes um 0,75 Prozentpunkte auf 2,50 Prozent zu einer Entspannung an den Kreditmärkten führen wird, bleibt allerdings abzuwarten. Zwar versprachen einige Banken, die Reduktion der Raten an die Kunden weiterzugeben, doch Experten wie Franz Hahn vom Wirtschaftsforschungsinstitut sind skeptisch, weil die für Kredite maßgeblichen Zinsen an den Geldmärkten wegen des Misstrauens nach wie vor hoch sind. mehr dazu im Standard hier...

Donnerstag, 4. Dezember 2008

Größte Zinssenkung ....

seit Euro-Einführung
Die Europäische Zentralbank (EZB) reagiert mit der größten Zinssenkung seit der Einführung des Euro vor zehn Jahren auf die Wirtschaftskrise. Wie die EZB am Donnerstag nach einer Sitzung der nationalen Notenbankchefs der Euro-Länder und der Führungsspitze der EZB in Brüssel mitteilte, sinkt der Leitzins um 75 Basispunkte auf 2,5 Prozent. So niedrig lag der Schlüsselzins für die Refinanzierung der Banken bei der EZB zuletzt im Frühsommer 2006.
Märkte reagieren reserviert: Dax dreht ins Minus
mehr dazu in der FAZ hier....


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Das hängt vermutlich damit zusammen, dass die Höhe von 75 Basispunkten vom Markt als Signal für eine weitere negative Konjukturprognose zu sehen sind und die vormittägliche Hochstimmung verpufft wieder.

Schweizer Wirtschaft stagniert

Im dritten Quartal zum ersten Mal ein Nullwachstum seit vier Jahren
Das Wachstum der Schweizer Wirtschaft steht still. Das reale Bruttoinlandprodukt (BIP) hat sich von Juli bis September gegenüber dem zweiten Quartal nicht verändert. Gegenüber dem Vorjahresquartal stieg das BIP allerdings noch um 1,6 Prozent.
Das Wirtschaftswachstum in Schweiz ist im dritten Quartal zum Erliegen gekommen. Das ist das erste Nullwachstum seit vier Jahren. Der Abschwung fiel überraschend deutlich aus. Viele Ökonomen haben für das dritte Quartal noch ein leichtes Wachstum erwartet. mehr in der NZZ hier....

Europas Börsen aktuell im Plus



Schweden senkt Leitzins

Die Riksbank reagiert auf die rückläufigen Produktionszahlen und verringert den Leitzins um 1,75 Punkte.

REZESSIONSGEFAHR

Was der Wirtschaft wirklich hilft - und was nicht
Konsumschecks, Bauinvestitionen, Stromzähler: In der Großen Koalition wird wild darüber debattiert, wie die Folgen der Rezession gemildert werden können - zum Entsetzen von Wirtschaftsexperten. Sie warnen davor, Milliarden für nutzlose Maßnahmen zu verpulvern.
Hamburg - 15 Punkte sind nicht genug: Die Große Koalition glaubt offenbar selbst nicht mehr daran, dass die konjunkturelle Talfahrt mit dem aufgelegten Programm gestoppt werden kann. Fast alle europäischen Nachbarn schnüren viel größere Pakete - das setzt die Regierung unter Druck.
Führende Politiker von SPD und Union diskutieren jetzt über neue Maßnahmen, wie die Wirtschaftskrise eingedämmt werden soll.
Zur Debatte stehen:..... mehr im Spiegel hier...