Warum machen das Banken?Sie wollen die Bankkunden vor dem Ruin schützen, sagen die einen, weil die Fremdwährungen wie CHF und Yen sind weiter von Aufwertung bedroht und somit muss der Kreditnehmer in Fremdwährung mit einer höheren aushaftenden Schuldenbetrag in EUR umgerechnet rechnen. Grundsätzlich kann das eintreten, aber schauen wir uns einmal an warum diese "Währungsverwerfung" im CHF passiert ist.
Die Schweiz bezieht ihr Vermögen aus drei Säulen. Erstens aus den Beteiligungserträgen der Weltkonzerne von ausserhalb der Schweiz, wie, Nestle, Roche, Novartis, Xstrata, UBS (früher), usw.
Zweitens aus den Bankdienstleistungen der Vermögensverwaltung im Inland und
Drittens ist die Schweiz ein stark exportorientiertes Alpenland.Die Beteiligungserträge werden die nächsten Jahre erheblich sinken, ebenso die Dienstleistungseinkommen, der Bankangestellten zumal Schweizer Banken allen voran die UBS kräftig Personal abbauen.
Je stärker der CHF desto schwerer hat es die Exportindustrie und desto mehr wird der Tourismus belastet.
Die Schweiz besitzt neben Luxenburg und Norwegen eine sehr hohes Kaufkraftniveau in Europa.
Langfristig gleichen sich diese unterschiedlichen Niveaus (ähnlich wie bei der Temperatur) aus und da wird in der Schweiz "abgebaut" werden müssen.
Um diesen Prozess möglichst sanft zu vollziehen darf die Schweiz keine starke Währung haben, denn diese würde diesen Anpassungsprozess beschleunigen.
Deshalb wird versucht werden langfristig den CHF an den Haupthandelspartner EUR anzupassen, eventuell etwas leichter.
Der Zinsvorteil ergibt sich aus dem Überangebot an Liquidität aus "Fluchtgeld" (Sicherer Hafen- Geld).
Deswegen wird mittel bis langfristig sich der CHF wieder auf ein tendenziell leicht abwertenden Pfad begeben sowie dies bis 2008 war und irgendwann wird der CHF zugunsten des EUR aufgegeben werden. Das wollen die Schweizer Nachbarn nicht hören, aber es könnte schneller kommen als so mancher Kantönli-Geist es möchte - siehe Island noch vor zwei Jahren kam kein Isländer auf die Idee dem Euoland beizutreten, im Gegensatz zu heute.
Das ist die Erklärung warum ein Umwechslung von CHF in EUR bei langlaufenden Hypothekar-Krediten nicht sinnvoll ist.
Schlimm wird es wenn eine zwangsweise Umwandlungen durch Banken veranlasst wird, denn damit könnten die Interessen der Kunden enorm geschädigt werden, im krassen Gegensatz zu den Banken.
Wieso das denn?Ein Häuselbauer mit guter Bonität hat vor 1,5 Jahren noch eine CHF-Kredit mit 1,0% Aufschlag bekommen und er würde aktuell deswegen (Leitzins=0,5%) 1,5% Zinsen zahlen, toll nicht wahr, wenn er den CHF-Kredit noch hätte. In der EU haben wir einen Leitzins von 2,5% und es gibt kaum jemanden der für einen Hypothekarkredit weniger als 5,5% eher bis zu 6,5% bezahlt. Das würde aktuell für die Bank eine Spanne von ca 3,5% bedeuten also 3 mal soviel wie beim CHF Kredit.
Also hier sollte es bereits klingen,
warum gerade jetzt eine Zwangskonvertierung zum Schutz des Kreditkunden für die Bank so wichtig - bzw. interessant ist.Der Sachverhalt ist beim Yen ähnlich nur sind die volkswirtschaftlichen Gegebenheiten anders gelagert, das Ergebnis wird aber auch beim Yen ein zukünftige Schwächung sein.
Es könnte auch interessant sein sich USD-Kredit (so man eine solchen bekäme) aufzunehmen, denn die USD Entwicklung wird mittelfristig auch einen veritablen Wertverlust bringen
siehe hier....Und im Übrigen sollte man sich immer wieder hinterfragen
Banken braucht man - wirklich?