Donnerstag, 10. Dezember 2009
Staatenrating aktualisiert
Die Ratingagentur Fitch hatte die Bonitätsnote Griechenlands von „A-“ auf „BBB+“ gesenkt. Die weiteren Aussichten für die Kreditwürdigkeit des Landes bewerten die Bonitätsprüfer „negativ“.
Heute folgte eine Nachricht der Ratingagentur Standard & Poor's (S&P), die den Ausblick für die Kreditwürdigkeit von spanischen Staatsanleihen auf "negativ" von bislang "stabil" gesenkt hatte. Das könnte auch zu einer Ratingabstufung Spaniens führen, sofern die dortige Regierung keine "aggressiveren Schritte" unternimmt, fiskalpolitische und außenwirtschaftliche Ungleichgewichte einzudämmen.
Die Ratingagentur Moody`s hatte unlängst davor gewarnt, dass auch Staaten mit Top-Ratings wie Großbritannien und die USA immer näher an den unteren Rand ihres Triple-A Ratings geraten. Noch sei das Spitzenranking allerdings „belastbar“. Nur zur Information, Länder wie Kanada, Deutschland, Frankreich, Schweiz, Neuseeland, Österreich und Luxemburg werden von Moody’s als „resistent“ charakterisiert. Hier muss man sich also keine Sorgen machen.
Moody’s spricht auch den Umstand an, dass auf alle Staaten langfristig zusätzliche Belastungen durch hohe Zinsen hinzukommen. Die ausufernde Staatsverschuldung in allen Ländern ist in Zeiten niedriger Zinsen gut finanzierbar. Aber was passiert, wenn aufgrund von Inflationssorgen die Zinsen anziehen, und die Staaten sich auf einmal einer ständig wachsenden Zinslast gegenübersehen?
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